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Stadtteile von Monschau
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Stadtteile von Monschau |
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Zur Stadt Monschau gehören wie schützende Wächter ringsum
auf den Höhen schmucke, mehrfach bei Wettbewerben auf Landes- und
Bundesebene ausgezeichnete Dörfer: Höfen, Imgenbroich, Kalterherberg,
Konzen, Mützenich und Rohren.
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Altstadt |
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Der Name der späteren Stadt Monschau wird erstmalig im Jahre 1198 erwähnt. Die Burg ist, wenn auch der Hallerturm auf der gegenüberliegenden Höhe als Vorwerk vermutlich schon früher errichtet wurde, die Urzelle der Stadt. Ungewiss ist auch, ob Walram von Limburg die Burg erbaut hat oder bereits um 1135, als die Burg Reichenstein in ein Doppelkloster der Prämonstratenser umgewandelt wurde, eine Burg auf der als Rurtal beherrschenden Anhöhe stand. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die Herrschaft Monschau nebst Falkenburg an das Haus Schönforst verkauft.
Sie kam nach dem Tode Johann III. von Schönforst-Monjoie 1433 an Jülich. Bei der Gelderschen Fehde 1542 wurden Burg und Stadt von den Truppen Karl V. beschossen und eingenommen. Monschau blieb bis 1609 im Besitz von Jülich. 1614 kam es an Pfalz-Neuburg und 1685 an die Kurpfalz.
1795 zogen die französischen Truppen ein. Monschau wurde sitz eines Kantons, 1816 preußische Kreisstadt des nach ihm benannten Kreises. Die Tuchindustrie aus dem 16. Jahrhundert brachte Montjoie zu hoher Blüte, wovon stolze Tuchmacherpaläste, prächtige Bürgerhäuser mit großem Wohlstand und herrliche Kirchen heute noch zeugen.
Zu besichtigen ist das heutige Museum "Rotes Haus", gelegen inmitten des historischen Stadtkerns. Im Jahre 1918 wurde durch kaiserlichen Erlass der Name Montjoie in Monschau geändert.
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Imgenbroich |
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Imgenbroich
war und ist ein “Ausnahmedorf”.
Der Ort ist wahrscheinlich im 12. Jahrhundert entstanden. 1361
erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als “Incgenbroich”,
Dorf im Amt Monschau, Herzogtum Jülich. Die Ortsbezeichnung
besteht wohl aus dem mittelalterlichen Personennamen “Imicho” und “Broich” für
Sumpfgelände.
Zum Ort gehören die Wohnplätze Belgenbacher Mühle,
Widdau, Grünental, Hof Stillbusch sowie Teile von Menzerath
und Hargard.
Vom 17. bis 19. Jahrhundert gab es eine bedeutende Wolltuchherstellung,
begründet durch Christian Offermann (1600 1664). Die Blütezeit
war im 18. Jahrhundert. Neben der Monschauer war die Imgenbroicher
Tuchfabrikation europaweit anerkannt. In dieser Zeit errichteten
die Tuchmacher repräsentative Wohnhäuser und Fabrikationsgebäude.
Sie gaben dem Ort ein eher städtisches Aussehen.
In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte der Niedergang
der Tuchfabrikation.
Bis 1804 gehörte Imgenbroich zur katholischen Pfarre Konzen.
Seit 1675 gab es eine Kapelle mit Messstiftung. 1767 wurde die
erste katholische Kirche gebaut. Seit 1804 ist Imgenbroich eine
selbständige Pfarre. 1830 wurde die erste katholische Schule
errichtet. 1951 /52 Bau einer neuen, modernen Kirche an Stelle
der im 2. Weltkrieg völlig zerstörten Pfarrkirche.
Ab 1673 hatten die lutheranischen Tuchfabrikanten aus Monschau
und Imgenbroich in Menzerath gemeinsam eine Kirche und einen Friedhof.
1838 erbauten die Evangelischen in Imgenbroich ein eigenes Gotteshaus,
schon 1828 erwarben sie ein Gebäude für die evangelische
Schule. Seit 1924 ist die evangelische Kirchengemeinde wieder mit
Monschau vereinigt.
Von 1794 an war Imgenbroich Sitz der Gemeindeverwaltung, später
der Amtsverwaltung für die umliegenden Dörfer Konzen,
Mützenich und zeitweise Eicherscheid. 1972 wurde Imgenbroich
nach Monschau eingemeindet.
Von 1883 bis 1966 war hier der Sitz einer Landwirtschaftlichen
Winterschule; von 1912 bis 1914 gab es auch eine Forst und Kolonialschule.
1892 kam es zur Gründung der ersten Molkereigenossenschaft
im Monschauer Land, 1968 wurde die Produktion eingestellt.
Im Herbst und Winter 1944/45 wurde der Ort fast vollständig
durch Granatbeschuss zerstört, insbesondere auch die prächtigen
Patrizierhäuser der Tuchmacherzeit.
Seit 1970 erfolgte eine verstärkte Industrieansiedlung, heute
bieten die Industriebetriebe hunderte Arbeitsplätze. Imgenbroich
entwickelte sich zum Einkaufszentrum des Monschauer Landes und
des benachbarten Belgien.
Imgenbroich ist mit seiner Gastronomie auch ein idealer Ausgangsort
für Wanderungen ins Belgenbachtal und Rurtal.

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Konzen |
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Der
geschichtsträchtigste Ort des ganzen Monschauer Landes ist Konzen,
dessen frühester Name Compendium auf eine spätestens römische Erstbesiedlung
hinweist. Hier stand einer jener karolingischen Königshöfe, die
König Arnulf von Kärnten 888 bestätigte, abgabepflichtig mit dem
Neunten an das Aachener Marienstift. Konzen ist Ausgangspunkt der
Christianisierung wie der Besiedlung des Monschauer Landes. Hier
wurde das erste christliche Gotteshaus errichtet. Darüber hinaus
war Konzens Bedeutung auch auf weltlichem Gebiet lange Zeit hindurch
größer als die Monschaus. Hier war der Gerichtssitz des Monschauer
Landes, hier war auch der Sitz der Forstverwaltung für die riesigen
Waldungen zwischen Aachen und Düren. Konzen hat sich seinen geschichtlichen
Sinn bewahrt, wie ein Besuch in der geschickt erweiterten Kirche
zeigt mit ihrem Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert und den Grabmalen
im gotischen Chor zeigt. Zur Weihnachtszeit wird die Kirche zum
Aufstellungsort einer von weither besuchten Krippenlandschaft. Das
saubere, mit vielen Grünanlagen geschmückte Dorf wurde mehrfach
im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" ausgezeichnet. Hotels
und private Unterkünfte warten auf die Gäste. Hingewiesen sei auf
die Karte mit Ortswanderwegen.

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Mützenich |
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Trägt
Kalterherberg einen leicht zu deutenden deutschen Namen, so weist
der Ortsname Mützenich, Mutiniacum, auf eine ursprünglich römische
Ansiedlung hin. In der Tat fand man im Torfmoor 1783 unter einem
Knüppeldamm mit tiefen Radspuren die Leiche eines mit kompletter
Rüstung bekleideten römischen Legionärs. Eine Abbildung des Helmes
ist Teil des Gemeindewappens. Das ungewöhnlich ausgedehnte Dorf,
das durch die belgische Bahnlinie und seine nach den Kriegen belgisch
gewordenen Wälder ringsum von belgischem Gebiet umgeben ist, bietet
durch seine gepflegten Windschutzhecken und die nach Osten ausgerichteten
Giebel der alten Wohnhäuser ein schönes Bild. Jeder Hof liegt wie
eine Insel, von Hecken umgeben, in seiner Flur. Auch Mützenich ist
mehrfach im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" in die höchsten
Ränge gelangt. Die Kirche, nach dem letzten Krieg erweitert, besitzt
einen großfigürlichen Kreuzweg in Sgrafitto-Technik und sehenswerte
Kupfertreibarbeiten an der Kanzlei. Der beliebteste Spaziergang
führt über die Grenze ins Venn zu Kaiser Karls Bettstatt und dem
Stehling, der höchsten Erhebung des Kreises Aachen (666 m). Mützenich
bietet mehrere Hotels, zahlreiche Privatquartiere und eine Reithalle.
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Rohren |
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Der
Ortsname weist auf die Entstehung hin: ursprünglich eine Rodung,
deren Einwohner sich als Waldbauern ernährten. Sie stellten als
Handelsware Holzschüsseln (Schottele) zum Rahmabsetzen her, während
das nahe belgische Raeren Kannen brannte: Kanne Roare dort und Schottelches
Roare hier. Die im Krieg zerstörte Kirche, in der eine prächtige
Barock-Madonna aufbewahrt wird, wurde wie ein Eifelhaus mit tiefgezogenem
Dach wieder aufgebaut; ihre Vorgängerin entstand schon 1700. Rohren
ist der bedeutendste Sommer- und Wintersportort Monschaus. Mehrere
Lifte erschließen die Steilhänge zur Rur; im Sommer hat die längste
deutsche Edelstahl-Bobbahn Saison, Grillhütte, Familientrampolin,
Sommer-Ski.... Viele Fremdenzimmer sowie ein Haus des Alpenvereins
Sektion Aachen bieten den Gästen angenehmen Aufenthalt. Rohren ist
Ausgangspunkt zu herrlichen Waldwanderungen. Einmalig ist der Natur-Lehrpfad.

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